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Pelviachromis Pulcher (Purpurprachtbarsch)

Ein Bericht von Tafgana

Der Pelviachromis Pulcher - auch Purpurprachtbarsch - stammt aus Afrika. Meist findet man ihn im südlichen Nigeria. Diese Art geht auch ins Brackwasser, wobei sie im Aquarium mit Süßwasser gehalten werden sollte. Heute sind fast nur noch Nachzuchttiere im Handel. Je nach Fundort gibt es blau oder rot gefärbte Tiere. Hier sind aber nur Bilder von der roten Sorte. Die Männchen sind meistens größer als die Weibchen. Sie werden bis zu 10 cm lang, die Weibchen nur 7 cm. Beim Männchen sind die Rücken- und Afterflosse spitzer als beim Weibchen. In den Schwanz- und Rückenflossen der Tiere können unterschiedliche Anzahlen schwarzer Flecken sichtbar sein, die zwar keine Rückschlüsse auf die Herkunft der Fische in der Natur zulassen, durch züchterische Selektion aber verstärkt werden können.

In der Balzzeit haben die Purpurprachtbarsche rote Bäuche, die nach dem Ablaichen verblassen

Purpurprachtbarsche sind gegenüber anderen Fischen meist recht friedlich. Nur in der Brutpflegezeit können sie leicht unverträglich werden. Die Fische wühlen sehr gerne um Nahrung aufzunehmen, lassen aber die Pflanzen in Ruhe. Das Becken sollte mindestens 54 Liter fassen und genug Versteckmöglichkeiten bieten (Pflanzen, Steine, Wurzeln), da es manchmal zu Streitigkeiten zwischen den Buntbarschen kommen kann.

Der Kies sollte fein sein, so dass die Barsche ihn ohne Probleme in den Mund bekommen können, da die Westafrikanischen Zwergcichliden gerne im Bodengrund nach essbaren Inhalten suchen. Deswegen sollte man in dem Becken keinen Düngeboden geben, sondern für die Pflanzen Flüssigdünger ins Wasser geben.

Die Purpurprachtbarsche sind die Guppys unter den Zwergbuntbarschen - sie vermehren sich sehr schnell. Die Tiere laichen nach der Balz, die meistens vom Weibchen durch starkes Körperschütteln und das Zeigen des roten Bauches angeführt wird, in einer Höhle ab, in der das Weibchen die Eier befächelt. Das Männchen bewacht das Revier. Nach 3 - 4 Tagen schlüpfen die Jungen und werden im Maul der Mutter ins freie Wasser getragen, wo sie am 5. Tag die meiste Zeit ruhig am Boden liegen. Am 6. Tag werden die Babys meist von der Mutter im Aquarium umhergeführt und der Vater hält Eindringlinge fern.. Nun können die Babys mit Staubfutter oder Artemia-Nauplien gefüttert werden.

Die Eltern pflegen ihre Jungen bis zu einem Monat lang, danach laichen sie erneut ab und die Jungen werden verscheucht.

Purpurprachtbarsche sind Höhlenlaicher

Man sollte die Jungfische so lange wie möglich bei den Eltern lassen, denn entfernt man sie zu früh, besteht die Gefahr, dass das Männchen nach ihrem Verschwinden schnell wieder ein Balzstimmung gerät und seine Aggressionen an dem noch nicht wieder laichbereitem Weibchen auslässt. Auch habe ich beobachtet, dass die Barsche mit einem „Feind" im Aquarium nicht sofort nach der Abgabe der 1 Monat alten Jungen wieder ablaichen, was sonst der Fall war. Als „Feind" gelten andere Zwergcichliden, wobei man natürlich darauf achten muss, dass genug Platz für beide ist und man eine ruhigere Art in das Becken setzt.

Die Purpurprachtbarsche brauchen 24 - 27°C weiches - mittelhartes und saures Wasser. Das Füttern ist problemlos. Die Fische nehmen Flockenfutter sowie Lebend- und Gefrierfutter an. Nur darf man nicht zu kleine Stücke Tablettenfutter füttern, da das Männchen meist die Futtertablette auf einmal schlucken will und sich meistens verschluckt. Außerdem sollte man mit der Fütterung mit Tubifex bei Westafrikanische Zwergcichliden sehr vorsichtig sein und sie am besten vom Speiseplan streichen.

noch nicht ausgefärbter Jungfisch (3 Monate alt)

Letzte Änderung: 30.11.2003 11:02  
 



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