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Teddy-Kärpfling (Neoheterandria elegans)
 


Teddy-Kärpfling (Neoheterandria elegans)

Ein Steckbrief von Silvio Klemm

Allgemeines:

Neoheterandria elegans ist auch bekannt unter den Bezeichnungen: Elegant-Kärpfling, Zwerg-Schmuckkärpfling oder auch Teddy-Kärpfling. Wobei die Bezeichnung Teddy-Kärpfling meiner Meinung nach die treffendere ist, sie sehen wirklich wie kleine Teddys aus.

Bild 2: N. elegans Männchen

Bild 3: N. elegans Weibchen

Dennoch nimmt N.elegans (zusammen mit H. formosa) eine Sonderstellung unter den Lebendgebärenden ein. Im Gegensatz zu anderen Arten der Familie, bei denen die Jungfische in bestimmten Rhytmen entlassen werden, geschieht dies bei den Teddys eigentlich ständig. Täglich bzw. über mehrere Tage hinweg werden nur 1-2 Junge entlassen. Dieser Vorgang wird auch als Superfötation bezeichnet. Die Eltern stellen ihrem Nachwuchs nicht gezielt nach sondern glänzen eher durch Ignoranz ihrem Nachwuchs gegenüber.

Haltung:

Auf Grund seiner Zartheit sollte N.elegans im Artaquarium oder nur mit ähnlich kleinen Fischen oder kleineren Wirbellosen zusammen gehalten werden. ein Aquarium von 40-50 Litern Inhalt ist ausreichend für eine kleine Gruppe, die sich recht schnell selbst vergrößert. Das Becken sollte reichlich bepflanzt werden. So finden bedrängte Weibchen ausreichend Deckung und auch die Jungfische finden im Pflanzendickicht Infusorien und anderes Kleingetier zu ihrer Versorgung.

Bild 5: Scharmützel zwischen den Männchen

Bild 1: Rio Truando

1916 erfolgte die Erstbeschreibung durch Henn aber erst 1988 wurden die kleinen Lebendgebärenden Zahnkarpfen durch Mörth nach Europa eingeführt.

Fundort war der Rio Truando (Bild 1), der zum Gewässersystem des Rio Atrato gehört, in Kolumbien.

N.elegans darf zu den kleinsten Wirbeltieren gezählt werden. So erreichen ausgewachsene Männchen (Bild 2) eine Körperlänge von ca. 2 cm und die Weibchen (Bild 3) kommen auf eine maximale Körperlänge von 3 cm, wobei jedoch selten 2,5 cm überschritten werden.

Wie bereits erwähnt gehört N.elegans zur Familie Poecilidae, den Lebendgebärenden Zahnkarpfen.

Sehr gut zu sehen ist das bei den männlichen Tieren die für ihre geringe Größe ein doch recht langes Gonopodium, eine zur Befruchtung umentwickelte Afterflosse, besitzen. Dieses Gonopodium dient zur Übertragung von Spermapaketen an bzw. in das Weibchen. Zu diesem Zweck kann es auch gezielt in verschiedene Richtungen bewegt werden (Bild 4).

Bild 4: Balzendes N. elegans-Pärchen

Weiterhin sollte das Aquarium gut abgedeckt werden, da die kleinen Fische eine enorme Sprungkraft entwickeln können.

Gehalten werden die Tiere bei mir in GH/KH 5,5° bei einem PH-Wert leicht oberhalb 7.

Eine vorübergehende Haltung in weicherem Wasser quittierten sie mit einem Geburtenstop, was jedoch wahrscheinlicher auf die Veränderung der Werte zurück zu führen ist.

Gefüttert werden kann eigentlich alles was von den kleinen Fischen bewältigt werden kann. Eine regelmäßige Gabe von Lebendfutter wird jedoch mit einer erhöhten Vitalität als auch Fertilität belohnt und sollte ohnehin eine Selbstverständlichkeit darstellen.

Untereinander und gegenüber anderen Aquariumbewohnern verhalten sich die Teddys friedlich. Eher lustig anzusehen sind die kleinen Scharmützel zwischen den Männchen. Dabei wird sich wild im Kreis gedreht wobei die Kontrahenten versuchen sich gegenseitig in den Schwanzstiel zu beißen (Bild 5).

Letzte Änderung: 05.11.2005 22:01  
 



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