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Phenacogrammus interruptus (Blauer Kongosalmler)
 


Phenacogrammus interruptus

Phenacogrammus interruptus (Blauer Kongosalmler)

Ein Haltungsbericht von Kati Kracht

Herkunft und zoologische Einordnung:

Der blaue Kongosalmler kommt aus dem Flussgebiet des Kongos in Zaire (Afrika), daher stammt auch der deutsche Name. Er gehört zu der Familie der Alestidae, den Echten Afrikanischen Salmlern. Die Männchen werden ca. 8-9cm lang, die Weibchen sind etwas kleiner.

Die Geschlechtsunterschiede sind deutlich erkennbar, da die Männchen farbiger sind und ausgezogene Schwanz- und Rückenflossen haben.

Haltung:

Ich halte meine Kongosalmler in einem 170l-Aquarium bei einer Gesamthärte von 3°dgh und Karbonathärte von 1°dkh. Der Ph ist zwischen 6,2 und 6,4, die Temperatur ist 26°C. Das Becken ist sehr gut bepflanzt und mit reichlich Moorkienholz dekoriert, bietet aber auch ausreichend Schwimmraum. Da die Kongosalmler manchmal etwas scheu reagieren, habe ich eine Schwimmpflanzendecke an der Wasseroberfläche. Diese gibt den Fischen Deckung von oben und sie fühlen sich dadurch viel sicherer. Auch kommen die Farben viel besser zur Geltung. Ich füttere abwechslungsreich von Flocken- bis frischgefangenem Tümpelfutter ist alles dabei, auch gequetschte TK-Erbsen werden mir regelrecht aus der Hand gefressen. Vergesellschaftet habe ich die Kongosalmler nur mit einem Pärchen Sturisoma aureum.

Unter diesen Haltungsbedingungen laichen meine Tiere täglich in den Vormittagsstunden ab. Leider ist mir momentan noch nicht die richtige Lösung eingefallen, an die Eier zu gelangen, um diese wunderschöne Salmlerart nachzuziehen. Da es sich hauptsächlich um Wildfänge handelt, ist mein Interesse natürlich groß, das irgendwie in den Griff zu bekommen.

Hier noch ein paar Allgemeine Ratschläge: Eine Beckenlänge von mindestens einem Meter halte ich für angemessen, weil es sehr agile Fische sind, die gern viel schwimmen. Allzu klein sind sie ja auch nicht gerade. Das Wasser sollte möglichst weich sein, ich würde 10°dgh als Maximum ansehen. Der Ph-Wert muß unter 6,5 sein. Torf oder Erlenzapfen steigern sicher das Wohlbefinden der Fische, da sie das Wasser zusätzlich ansäuern. Schwimmpflanzen sollten im Aquarium nicht fehlen.
Natürlich sind die Kongosalmler für Gesellschaftsbecken geeignet, wenn die Wasserwerte ihren Ansprüchen genügen und keine aggressiven Mitbewohner im Becken leben. Im Artenbecken kommt ihre Schönheit aber sicher besser zur Geltung.
Ach ja, ein Schwarm sollte aus mindestens 8 – besser aus 10 Tieren bestehen mit leichtem Weibchenüberhang. Ich habe 6 Weibchen und 4 Männchen.

Letzte Änderung: 24.05.2003 20:08  
 



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