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Heterandia formosa
 


Heterandia formosa (Zwergkärpfling)

Allgemeine Beschreibung

 Die Zwergkärpflinge zählen zu den kleinsten Wirbeltieren der Welt. Nur Dreieinhalb Zentimeter groß werden die Weibchen, die Männchen bleiben anderthalb Zentimeter kürzer. In der Körpermitte verläuft ein schwarzer Streifen, der von mehreren Querstreifen durchzogen ist.

Ihre natürlichen Heimat sind dicht bewachsene Bäche im südwestlichen Nordamerika, vor allem in Florida und den angrenzenden US-Staaten. Im Pflanzendickicht der unteren und mittleren Wasserschichten gehen sie auf Jagd nach kleinen Insektenlarven und Krustentieren. Auch einzellige Grünalgen stehen auf ihrem Speiseplan.

Haltung

Die Zwergkärpflinge sollten in einem nicht zu großen Becken gehalten werden, weil sie sonst kaum zur Geltung kommen. Dieses sollte dicht mit Pflanzen bewachsen sein und eine Schwimmpflanzendecke ist Pflicht.

Als gesellige Tiere ist das Halten von mindesten 8 Stück notwendig, obgleich die Männchen untereinander leicht streitsüchtig sind. Dies äußert sich allerdings in der Regel nur in kleinen harmlosen Scharmützeln, die durch eine dichte Bepflanzung aber weitestgehend verhindert werden.

 

 

 Die Wasserwerte scheinen nicht von großer Bedeutung zu sein. Die Optimaltemperatur liegt zwischen 18-24° Celsius, allerdings werden auch gelgentliche Temperaturen bis 15° Celsius bzw. 30° Celsius vertragen, wenngleich man dies verhindern sollte. Bis zu 15° GH werden toleriert und der PH-Wert sollte zwischen 6,5 und 8 liegen.

Die Fische fressen pflanzliches Trockenfutter, Grünalgen und kleines Lebendfutter wie Artemianauplien, Cyclops, Essigälchen und Einzeller (Rädertierchen, Pantoffeltierchen). Vor allem Lebendfutter ist für das Wohlempfinden der Zwergkärpflinge von zentraler Bedeutung.

Fortpflanzung

Neben der Größe gibt es noch ein weiteres Unterscheidungsmerkmal. Die Afterflosse ist beim geschlechtsreifen Männchen zu einem länglichen schmalen Gonopodium umgewandelt. Mit diesem dringt es in die Geschlechtsöffnung des Weibchens ein und setzt das Samenpaket ab. Dieses bricht im Körper des Weibchens auf und die Spermien wandern in die Samenkammer in der Nähe des Eierstocks. Dort werden sie aufbewahrt bis sie zum Befruchten der Eier benötigt werden.

Nach dem Eisprung findet die Befruchtung statt und die Jungfische schlüpfen im Bauch der Mutter aus dem Ei und werden später lebend zur Welt gebracht. Gleichzeitig befinden sich im Weibchen Embryonen in sechs verschiedenen Entwicklungsstadien. Dieses Erscheinung wird als Superfötation bezeichnet. Es werden im Abstand von einigen Tagen täglich wenige Jungfische "geboren". Dadurch lohnt sich ein Ansatz in einem speziellen Aufzuchtbecken nicht. Allerdings stellen die Erwachsenen dem wenige Millimeter großen Nachwuchs kaum nach. Ein spezielles Aufzuchtfutter ist nicht notwendig, da die Jungfische in einem gut eingelaufenen Aquarium ausreichend Infusorien finden.

Robert Zentner

Die Bilder wurden von Jürgen Böhm zu Verfügung gestellt.

 

Letzte Änderung: 10.06.2002 20:36  
 



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