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Amphiprion frenatus (Weissbinden-Glühkohlen-Anemonenfisch)
 


Amphiprion frenatus (Weissbinden-Glühkohlen-Anemonenfisch)

Herkunft und Beschreibung

Amphiprion frenatus ist relativ weit verbreitet. Das Verbreitungsgebiet umfasst den Westpazifik einschließlich dem Südchinesischen Meer, Indonesien, Singapur, Malaysia, Thailand, Vietnam, China, Philippinen, Taiwan sowie nordwärts bis Ryukyu Inseln und Südjapan. Er kommt in einer Tiefe von 1-12 m in Lagunenriffen und geschützten Buchten vor und lebt hauptsächlich mit der Anemone Entacmaea quadricolor in Symbiose. Vereinzelt wurden auch andere Anemonen als Partner beschrieben.
Die Körpergröße liegt bei ca. 11cm, das größere Tier eines Paares ist das Weibchen. Die Grundfarbe ist ein sattes, leuchtendes Orange das von einem mehr oder weniger großen mattschwarzen Fleck abgedeckt wird.
Eine schwarz eingerahmte, leuchtend weiße Binde kurz hinter dem Auge vervollständigt das Farbbild.

Bei entsprechender Beleuchtung und dem passenden Blickwinkel scheint der Fisch regelrecht zu glühen, was ihm auch den Deutschen Populärnamen eingebracht hat.

Haltung

Die Haltung im Korallenriffaquarium ist sehr gut möglich, da Wirbellose nicht belästigt werden.

Lediglich gegen Artgenossen ist er etwas zänkisch, es sei denn, es wird ein genügend großes Aquarium angeboten, wobei natürlich für jedes Paar eine eigene Anemone vorhanden sein sollte. Andere Fische werden nicht behelligt sofern sie in Größe, Farbe und Form nicht ähnlich sind. Allerdings wird die Wirtsanemone gegen jeden Eindringling vehement verteidigt, selbst den Aquarianer bzw. in der Natur ein Taucher schreckt den Fisch nicht davon ab.
Für ein Paar dieser Art sollte ein Aquarium mit mindestens 200; besser 300Litern zur Verfügung stehen. Als Artbecken eingerichtet ist auch mit einer Nachzucht zu rechnen, wie bereits mehrfach und regelmäßig erfolgt.

Wasserwerte

An das Wasser werden keine besonderen Ansprüche gestellt, solange die Werte im aquaristisch sinnvollen Rahmen gehalten werden ist nicht mit Problemen zu rechnen.

  • Dichte: 1.022 – 1.025

  • Temp: 26°C

  • PH: 8,1 – 8,4

  • Nitrit: n.n.

  • Nitrat: max. 15mg

  • KH: 12 – 16
    (Mittelwerte sind anzustreben)

Nahrung

Lebendfutter, Frostfutter (Artemia, Mysis, Krill, Garnelen, Muschelfleisch, Mückenlarven usw), Flockenfutter und Granulat.

Besonders sehenswert sind die Versuche zu große Futterbrocken in der Anemone in Sicherheit zu bringen. Dieser Brocken wird nämlich meist von der Anemone gefressen. Das verleitete lange Zeit zu der Annahme, dass die Anemonenfische „Ihre“ Anemone füttern.

Alles in allem ein Fisch der ohne große Schwierigkeiten zu ernähren ist.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung ist schon regelmäßig im Aquarium geglückt. Allerdings müssen die Gelege bzw. die Larven zur Aufzucht entnommen werden, da die Überlebenschancen durch die Strömungspumpen im Riffaquarium äußerst gering sind. Desweiteren ist keine ausreichende Nahrung für die Larven im Aquarium vorhanden, eine Aufzucht in entsprechenden Zuchtbecken ist erforderlich.
Das Balzspiel besteht aus verschiedensten Schwimmbewegungen in alle möglichen Richtungen, ausgehend vom Männchen. Zwischendurch wird immer wieder gemeinsam der Laichplatz gesäubert. Kurz vor Ende der Balz und beginnender Laichablage wird das Männchen recht rabiat gegenüber Eindringlingen. Heftigstes Anschwimmen mit plötzlichen Stops kurz davor (bei mir ist es die Glasscheibe) mit Spreizen sämtlicher Flossen wird mit ruckhaftem Wegdrehen und erneutem „Angriff“ durchgeführt. Dabei gibt A. frenatus Knacklaute von sich, die sehr gut hörbar sind. Eine Ähnlichkeit mit dem Anlaufknacken mancher Kreiselpumpen ist durchaus gegeben.

Die Literatur gibt Gelegegrößen zwischen 200 und 800 Eiern an. Diese werden Reihe für Reihe gelegt und jede Reihe sofort vom Männchen befruchtet. Der Schlupf der Larven findet 6-7 Tage nach Eiablage statt.

Fazit

Ein wunderschöner Fisch, der dem Anfänger in der Riffaquaristik bedenkenlos empfohlen werden kann.

Copyright by Markus Meder 2002.

Letzte Änderung: 04.02.2003 14:37  
 



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