Vollständige Version anzeigen : Pflanzen-Probleme
Hallo Leute,
nachdem ich einem Zoohändler schon wieder viel zu viel Geld für neue Pflanzen auf den Tisch legen musste, würe ich gerne in diesem Forum ein paar Erfahrungen einsammeln, wie man diese Ausgaben umgehen kann.
Das Problem:
1. Ich bin ein Technik-Gegner.
2. Ich bin ein Chemie-im-Aquarium-Ablehner.
3. möchte ich trotzdem schöne Pflanzen haben.
Egal ob Valisnerien oder Wasserpest, in meinem großen AQ ( PH 7,5/ KH 5/ GH 6 / 25 oC) bleibt alles im Wachstum lange Zeit stehen. Die einzige Pflanze, die in die Länge wächst ist meine Cabomba.
Echinodorus hält sich einige Zeit, dann werden die Blätter immer dünner, bis nur noch das Blattgerippe am Stengel hängt. Mein großer Javafarn (auf Lavabrocken aufgebunden) bekam an den Blattspitzen zwar jede Menge hässliche braune Wurzeln und kleine Ableger, wächst aber sonst nicht weiter. Meine Anubias (auf Moorkienholz aufgebunden) machen rein gar nichts, sie bleiben einfach in ihrer Entwicklung stehen.
Sieht man dann die Bilder von prächtig grünen Auarien, wühlt der Neid und ich stehe wieder beim Zoohändler und hole mir andere Pflanzen, um das Becken in teilbereichen umzugestalten, siehe oben.....
Tom http://212.227.73.93/fische/ubb/smilies/biggrin.gif
das hört sich aber schwer nach fehlenden Spurenelementen an. Gerade wenn Pflanzen immer dünner werden. Düngst du deine Pflanzen und hast einen Bodengrund für Pflanzen ?
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Gruß Peter
und das die Fische immer mit dem Bauch nach unten schwimmen. (ausgenommen sind Kongowelse!)
Hallo,
bis jetzt habe ich auf Dünger verzichtet, wie es aussieht werde ich jedoch um die Chemie nicht herumkommen. Was würdest Du empfehlen ?
Der Bodengrund besteht aus ca 5 cm Laterit und darüber 2 cm grober AQ-Kies.
Gruß
Tom
Hi Tom,
Pflanzen zu düngen würde ich nicht unbedingt mit Chemie (negativ besetzt) gleichsetzen.
Könnte es denn nicht sein, dass bei Dir das Problem eher im Aufbau des Bodengrundes zu suchen ist? Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ist Laterit nicht dieser "Düngerbodengrund" von dem man eigentlich nur eine ganz dünne Schicht unter feinen und nicht groben Kies eingeben sollte?
Wie sieht Deine Beleuchtung aus, wie Dein Fischbesatz? Und natürlich die Filterung nicht vergessen...
Viele Grüsse
Alex
Dirk_Platt
18.01.2001, 10:45
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Alex:
Pflanzen zu düngen würde ich nicht unbedingt mit Chemie (negativ besetzt) gleichsetzen.
[/quote]
Sehe ich auch so ... denn letztlich basiert auch in einem natürlichen Biotop alles auf Chemie ... problematisch ist halt nur, daß auf den Düngern nicht so richtig draufsteht, was drin ist, geschweige denn bei der Dosierung die Art + Anzahl der Pflanzen berücksichtigt ist.
Gibt es zur Thematik "Düngen im Aquarium" eigentlich brauchbare Literatur?
Gruß, Dirk (Platt)
Hi Tom, da ich bisher zum Glück noch nicht in der Situation war den BG zu tauschen, kann ich nur mutmassen wie es am besten ginge.
Vielleicht in zwei Schritten:
Zum arbeiten aus einer Aq-Hälfte alle Pflanzen entfernen und dann mit einer Trennscheibe diese AQ-Hälfte von der anderen separieren und die Fische in der anderen halten. Dann Bodengrund nach Möglichkeit absaugen, so dass nicht zuviel Mulm aufgewirbelt wird. (Ich hoffe das geht mit dem Laterit). Neuen gewaschenen Bodengrund einbringen, Pflanzen drauf und Trennscheibe wieder entfernen. Eine Woche später die andere Hälfte nehmen.
Bei meinen jetzigen Informationen, würde ich meine nächsten Becken mit einem reinen Sandboden bestücken. Entgegen vielen Unkenrufen in diverser Literatur, habe sämtliche Aquarianer in den Foren nur gute Erfahrungen zu berichten.
Viele Grüsse
Alex
Hallo Alex,
daskann ich nur bestätigen. Meine zwei anderen, jüngeren Becken habe ich auch nur mit feinem AQ-Sand (Quarz) eingerichtet und ich muss sagen, bisher sind die Erfahrungen damit optimal. Allerdings habe ich auch hier eine dünne Laterit-Schicht am Boden aufgebracht, bei zu heftigem Mulmabsaugen kommen dadurch einige Streinchen nach oben. Der Optik schadets jedoch nicht. Tatsache ist, dass Stengelpflanzen im Sandboden viel schneller anwachsen und sich auch die Fische wohl fühlen.
Gruß
Tom
pS: Die Idee mit der Trennscheibe scheint mir nicht schlecht. Die Frage ist nur, wie dichte ich sie gegen die andere AQ-Hälfte ab.
Hi Tom,
eine genaue Vorstellung wie so eine Scheibe genau aussehen kann habe ich nicht. Ich dachte an eine Plexiglasscheibe, vielleicht etwas breiter als das Becken, so dass Du sie Verkanten kannst. Natürlich sollte trotzdem noch Wasser von einer Seite zur nächsten kommen aber keine Fische, vielleicht eine Plexiglasscheibe mit vielen kleinen Löchern. Ich denke mal, es sollte doch ein wenig elastisch sein, damit keine Spannungen entstehen und das Becken platzt/zerkratzt oder sonstwie zu schaden kommt... Ist ja nur eine Idee...
Bis denne
Alex
Also ich habe mit Boden aus feinem Sand alles andere als gute Erfahrungen gemacht. Es traten Faulstellen auf und die Pflanzen wollen überhaupt nicht wachsen.
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Viktor
Aquaristik&Terraristik (http://www.aquanet.de/Privat/frameset-viktorkopp.htm)
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Tom:
Hallo Leute,
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Das Problem:
1. Ich bin ein Technik-Gegner.
2. Ich bin ein Chemie-im-Aquarium-Ablehner.
3. möchte ich trotzdem schöne Pflanzen haben.
Tom http://212.227.73.93/fische/ubb/smilies/biggrin.gif[/quote]
Hallo Tom,
Eine provokative Frage: nach welchen Gesichtspunkten hast Du Dein Aq eingerichtet? Mit minimaler Technik läuft ein Aq auch besser, wenn man folgendes beachtet:
1.) Bodengrund: fein, am besten unter 2mm. Hatte 2 mm Körnung-hat nicht gefault, bin gerade eine Stufe niedriger gegangen (kann aber noch keine Erfahrensberichte liefern)
2.) Regelmässige Frischwasserzufuhr (es gibt mehr Abfallprodukte als Nitrat und mehr Nährstoffe als Eisen)
3.) Schonende Filterung (grosse Aussenfilter entziehen den Pflanzen haufenweise die Nährstoffe)
4.) Fischbesatz (zuviel Fische, zuviel Abfall, arme Pflanzen)
5.) Licht-auch nicht zu wenig, nicht zu viel
6.) Die Pflanzen selbst- wenn man zu viele hat, muß man auch düngen, nicht alle Pflanzen wachsen überall gleich
Übers Futter werden viele Pflanzennährstoffe und Spurenelemente zugeführt. Deshalb brauchen viele nicht extra düngen. Wenn Du Dich für eine guten Dünger interessierst, kannst Du mal zu www.drak.de (http://www.drak.de) gehen.
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Gruss Tilo
Der See lädt ein zum Bade
Zugefroren, wie schade.
Hallo,
dass mein Untergrund nicht stimmt, ahnte ich auch schon einige Zeit. Nur stellt sich für mich dann eine weitere grundsätzliche Frage: Wie kann ich in einem eingefahrenen Becken, in dem sich die Fischlis offensichtlich wohl fühlen, wachsen und gedeihen und keine Verluste zu verzeichnen sind, den Bodenaufbau ändern. Ich denke das geht nicht? Oder hat jemand einen heissen Tip?
2. Frage: Was würdet Ihr, sollte ich mich zum Ausquartieren der Fische ( weiß nicht wohin, da alle anderen Becken auch belegt sind ?) und einem neuen Beckenaufbau http://212.227.73.93/fische/ubb/smilies/wuerg.gif entscheiden, als Bodenaufbau empfehlen?
Tom http://212.227.73.93/fische/ubb/smilies/question2.gif
Wenn Wasser durchsoll, aber keine Fische, wäre doch ein Netz besser, oder? Wie wäre ein Nylonstrumpf, auf ein Drahtgestell aufgezogen??
-zugegeben-ich-hab-keine-Ahnung-amo
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Tom:
Hallo Alex,
bei zu heftigem Mulmabsaugen kommen dadurch einige Streinchen nach oben.
Gruß
Tom
pS: Die Idee mit der Trennscheibe scheint mir nicht schlecht. Die Frage ist nur, wie dichte ich sie gegen die andere AQ-Hälfte ab.[/quote]
Hallo Tom,
Wenn Du Sand hast, Braucht die Mulmglocke nicht den Bodengrund berühren. Ich lasse síe immer einen cm darüber schweben. Dadurch wird man den Mulm los und die Bodenstruktur bleibt erhalten. Wenn Du den Bodengrund bei vollen Besatz umtauschst, würde ich nicht ganz so rabiat vorgehen. Wenn Du 50% mit einem Schlag umtauschst, gehen auch 50% der Bakkis im Bodengrund verloren. Deshalb würde ich in kleineren Schritten (20-25%) vorgehen. Auch würde ich wenigstens 2 Wochen Abstand lassen. Eine Trennscheibe soll bloß die Fische von Deinen Haenden fernhalten. Gerade bei Saugwelsen weiß man manchmal nicht, ob sie verbuddelt wurden. Die Scheibe kann aus Plexigals sein und auf Aqgröße geschnitten werden. Wenn Du Wasser ablässt, kannst Du mit Klebeband die Trennscheibe an der Aqwand befestigen.
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Gruss Tilo
Der See lädt ein zum Bade
Zugefroren, wie schade.
Hallo Tilo,
ich denke, wir haben ähnliche Vorstellungen von einem möglichst Technik- und Chemfreien AQ. Mein Gesellschaftsbecken betreibe ich nur mit einem Juwel-Innenfilter, der seit sechs Monaten nicht mehr gereinigt wurde - sonst nix! Bisher lief alles bestens, nur- daher dieses Thema- die Pflanzen wollen in letzter Zeit nicht so richtig.
Die verschiedenen Ideen zum Austausch des Bodengrundes sind ganz interessant. Bevor ich jedoch an diese Radikallösung oder an die regelmäßige Zugabe von Phosphat- und sonstigem -haltigen Dünger gehe, werde ich einen Test mit einer BIo-Co2-Düngung fahren. Trockenhefe und ZUcker in der Colaflasche scheint mir noch eine "lässige" Chemiesünde zu sein.
Mein "Sand"-Becken mit Ramirezis fahre ich nur mit einem kleinen Rucksack-Filter, der mich nach wie vor begeistert. Meine Killifisch-Becken kommen ohne Heizung, mit ganz wenig Licht und kaum Filterung aus.
Gruß
Tom
@ Tom.
Hallo Tom,
Ich habe auch etwas gegen Chemie im Becken und benutze nur die notwendigste Technik, aber einen Filter so lange nicht zu reinigen kann nicht gut sein. Überlege mal, was da alles rein geht. Über diesen Sch... läßt Du halbwegs? sauberes Wasser laufen. Meiner Meinung nach leichtsinnig. Mindestens eimal im Monat ( ist auch Besatzfrage ) sollte man seinen Filter schon reinigen.
Gruß Claus
Hallö Tom,
Kohlendioxid ist Chemie!!! Damit greifst Du tatkräftig in mehere komplexe chemische Gleichgewichte ein-pH, Pufferkapazität, Stoffwechsel der Fische und Pflanzen. Es ist einfacher und kontrollierbarer ein paar Mineralien und Spurenelement ins Wasser zu schütten. Man bracuht kein Phosphat oder Nitrat im Dünger (außer die Pflanzen wachsen soooo schnell). Arbeite Dich ruhig mal durch die folgende Webseite durch www.drak.de. (http://www.drak.de.)
Wenn das CO2 Experiment schief geht, hast Du tote Fische, rausgeschmissenes Geld und einige Stunden Arbeit in den Sand gesetzt. Klappt es mit dem Dünger nicht-keine toten Fische, kein Zeitaufwand, relativ wenig Geld umsonst ausgegeben.
Zur Filtereinigung hat jeder seine eigene Vorstellung. Ich hatte meine Innenfilter alle zwei bis drei Wochen gesäubert.
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Gruss Tilo
Der See lädt ein zum Bade
Zugefroren, wie schade.
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