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Vollständige Version anzeigen : Gastropex von eSha tötet Amanos!


Starbuck
25.04.2001, 19:11
Hallo Leute,

falls jemand von Euch vielleicht mit dem Gedanken spielt ein chem. Mittel zur Schneckenbekämpfung einzusetzen muß ich davor dringend abraten. Die bisher verfügbaren Mittel enthielten immer Kupfer, weshalb man sie auch fast in keinem Becken einsetzen konnte, da sie für gründelnde Fische bzw. Bodenbewohner (Welse, Garnelen etc.)tötlich sind. Aber das "neueste Mittel" Gastropex von eSha verspricht, daß es kein Kupfer enthält und somit keine grundbewohnenden Fische tötet und auch noch zu 100% die Schneckenplage beseitigt. Im übrigen wird auch ausdrücklich und mehrfach darauf hingewiesen, daß ein Wasserwechsel während und direkt nach der Behandlung nicht nötig ist.Es tötet wirklich keine Fische und es beseitigt zwar auch sehr viele Schnecken, aber es wirkt auch absolut tötlich auf Garnelen und Krebse. Ich habe das Mittel auf anraten von mehreren sog. Fachleute eingesetzt, da ich die Schneckenplage in meinem Becken nicht mehr in den Griff bekam. Allerdings folgte erst nach Anwendung dieses Mittels die totale Katastrophe. Alle meine Garnelen verstarben und auch ein paar der lästigen Schnecken, das schlimmste war aber der hübsche Nebeneffekt das mein Aquarium komplett "umgekippt" ist. Das Wasser hatte überhaupt keine brauchbaren Werte mehr, es stank und es war so trübe das man überhaupt keine Fisch mehr sehen konnte, die Pflanzen starben ab, der Bodengrund begann zu gammeln und am Ende stand eine komplette Neueinrichtung des Beckens an. Ich werde nie mehr in meinem Leben ein chem. Mittel zur Bekämpfung irgendwelcher Krankheiten oder Parasiten in meinen Aquarien anwenden. Und ich möchte hier ausdrücklich davor abraten dieses oder ein ähnliches Mittel in seinem Aquarium einzusetzen!!! Ich hoffe mit diesem Posting konnte ich einige Aquarien vor ihrem Untergang bewahren.

[Diese Nachricht wurde von Starbuck am 25-04-2001 editiert.]

renate
25.04.2001, 20:46
Hallo Starbuck,

tut mir leid für Dich :-(.

Ist leider gar nicht so selten, daß Zierfisch-Medikamente überraschende Nebenwirkungen haben :-(. Aus diesem Grund habe ich eien Seite in Arbeit, die die Inhaltstoffe von Medikamenten auflistet und die Zutaten erklärt.

Bitte schreibe doch an den Hersteller und schildere Dein Problem. Vielleicht nützt es etwas, wenn sie nicht antworten oder ausweichend, ist das auch aufschlußreich.

BTW zur Schnellentferung kupferhaltiger Mittel bei Problemen z.B. ist Wasseraufbreiter sehr geeignet, aber WW ersetzt das natürlich nicht.

Gruß,
Renate

Fritz at SOL
25.04.2001, 20:51
Hallo Renate,

die Idee mit der Seite die die Inhaltsstoffe von Medikamenten auflistet finde ich sehr gut, aber glaubst Du das die Hersteller der "Wundermittelchen" Dir wirklich verraten was drin ist?


Gruß

Fritz

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renate
25.04.2001, 21:49
Original erstellt von Fritz at SOL:
die Idee mit der Seite die die Inhaltsstoffe von Medikamenten auflistet finde ich sehr gut, aber glaubst Du das die Hersteller der "Wundermittelchen" Dir wirklich verraten was drin ist?


Hallo Fritz,

die geben ihre Inhaltsstoffe sogar an - manche auf der Packung, manche erst auf dem Beipackzettel (liest sich alles schön chemisch unverständlich). Ich kann mir nicht vorstellen, daß das bei eSHa anders sein soll. Mir ist eine Ausnahme bisher nicht untergekommen - ich habe schon einige zusammmen.

Gruß,
Renate

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[Diese Nachricht wurde von renate am 25-04-2001 editiert.]

Starbuck
25.04.2001, 23:22
Hallo Leute,

ich finde Idee von Renate wirklich nicht schlecht. Allerdings sind z.B. bei Gastropex keinerlei Angaben über Bestandteile bzw. Wirkstoffe von eSHa angegeben worden, weder auf der Verpackung noch auf dem Beipackzettel. Die Einzige Angabe die gemacht wird, ist die das es kein Kupferenthält und sonst steht nichts da. Schon ein bisserl komisch oder? Aber, da eSHa eine niederländische Firma ist und somit den niederl. Bestimmungen unterliegt ist dies nicht ungewöhnlich, da die Firmen dort nicht daran gebunden sind auf der Packung die enthaltenen Wirkstoffe anzugeben.

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Gruß Starbuck

renate
26.04.2001, 06:54
Original erstellt von Starbuck:
Allerdings sind z.B. bei Gastropex keinerlei Angaben über Bestandteile bzw. Wirkstoffe von eSHa angegeben worden, ... da eSHa eine niederländische Firma ist und somit den niederl. Bestimmungen unterliegt ist dies nicht ungewöhnlich,

Hallo Starbuck,

von einem eSHa-Medikament habe ich die Bestandteile schon, weil sie auf der Packung standen. Ansonsten klingt Dein Einwand logisch.

Allerdings meine ich, das Mittel gestern bei Zoohändler in der Hand gehabt zu haben. Ich denke, da war nur ein Inhalstsstoff drin, und der stand außen auf der Packung.

Ganz sicher bin ich nicht, ich werde das morgen überprüfen.

Damit Du Dir unter meiner geplanten Seite etwas vorstellen kannst, hier der Link: http://www.rhusmann.de/aqua/medikamente.htm. Sie ist bereits online, aber noch nicht verlinkt. Erst möchte ich noch einige Mittel mehr drauf haben.

Gruß,
Renate

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[Diese Nachricht wurde von renate am 26-04-2001 editiert.]

jürgen
26.04.2001, 07:06
hallo,

es ist aber auch denkbar daß es keine direkte wirkung/nebenwirkung des mittels war was die garnelen gekillt hat. die beschreibung passt mehr dazu daß eine menge tote schnecken im becken rumgammeln und evtl auch filterbakkis geschhädigt wurden. dann jagt natürlich unter anderem auch nitrit in riesige höhen und das mögen wirbellose auch nicht. die empfehlung zwar schnecken zu killen aber kein wasser zu wechseln ist schon sehr merkwürdig um nicht zu sagen fahrlässig.

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gruß

jürgen

Jürgens Aquaristik- und Wirbellosenseite (http://mitglied.tripod.de/juergenboehm)

Starbuck
26.04.2001, 09:19
Hallo Renate,

ich werd mir Deinen Link mal anschauen. Auf der Packung steht, so weit ich das richtig sehe, überhaupt kein Wirkstoff drauf.

Hallo Jürgen,

die Empfehlung von eSHa keinen Wasserwechsel sei notwendig find ich auch leicht seltsam, deshalb hab ich auch während der Behandlung schon Wasserwechsel durchgeführte, vorallem wegen der Schneckenleichen. Auch steht in Behandlungsanleitung drin, daß man dann sofort nachdosiern soll, wenn doch mal Wasserwechsel macht. Ich habe aber davon abgesehen das Mittel nachzudosieren, weil es dem Aquarium bzw. seinen normalen Bewohnern (Fischis, Garnelen und Pflanzen) schon da nicht mehr rosig ging. Auch nach der eigentlichen Behandlung sollte man bei einem Wasserwechsel Gastropex nachdosieren. Find schon ein bischen komisch, daß man auch nach einer abgeschlossenen Behandlung bei einem Wasserwechsel nachdosieren soll. Da geht der Wirkstoff ja nie aus dem Wasser. Es kann natürlich auch sein das die tote Biomasse für das Sterben der Garnelen verantwortlich war. Der Nitritwert war auch erhöht, allerdings bekommt diesen ja wohl nur durch schnelle WW wieder runter oder? Da meint eSHa aber es sei nicht nötig. Dies wird mehrmals im Beipackzettel erwähnt. Der Krankheitsverlauf bei den Garnelen war so, erst kamen sie nicht mehr zur Fütterung, danach verließen sie den Bodengrund und setzten sich schneller Atmung direkt auf Pflanzen unter Wasseroberfläche, der Kopf verfärbte sich rötlich und sie kamen Rückenlage, dann fielen sie einfach tot auf den Grund. Als ich das sah habe ich sofort die noch lebenden Garnelen geschnappt und aus dem Becken entfernt. Eine weitere starb kurz nach dem Umsetzen noch, sie wies die selben Symptome auf. Die anderen haben das Unglück doch noch überlebt. Für mich sah es aus als seien sie desorientiert und leiden unter schwerer Atemnot. Dies geschah alles innerhalb weniger Stunden. Danach erfolgten 3 große Wasserwechsel, was aber alles nichts mehr brachte. Auch ein Großteil der Pflanzen ging ein, die Wurzeln begannen einfach abzusterben und über die Pflanzen legte sich ein grauer Film (es waren hundertprozentig keine Algen).Es führte somit zur Neueinrichtung des Aquariums.

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Gruß Starbuck

renate
27.04.2001, 13:39
Original erstellt von Starbuck:

ich werd mir Deinen Link mal anschauen. Auf der Packung steht, so weit ich das richtig sehe, überhaupt kein Wirkstoff drauf.


Hallo Starbuck,

sorry, Du hast recht. Ich habe das Mittel mit etwas anderm verwechselt.

Dafür hatte mein Fisch-Dealer aber einige interessante Informationen zum Thema. Er sagte daß, wenn ein Kunde denn auf ein Schneckenmittel besteht, er nur eines mit bekannter Zusammensetzung empfehlen würde. Aus dieser Zusammensetzung muß hervorgehen, daß es sich um ein Betäubungsmittel handelt - d.h. die Schnecken fallen auf den Boden und Du mußt sie auflesen, sonst wachen sie irgendwann wieder auf. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme gegen Szenarien wie bei Dir, die außerdem den Gammel, den Schneckenleichen unweigerlich verursachen vermeiden soll. Er weiß, daß das Schneckenmittel von SERA so eines ist, andere hatte er nicht im Kopf.

Außerdem erklärte er mir, daß bei eSHa niemand Auskunft über die Zusammensetzung bekommt. Es würde auch bei nachweislich kupferhaltigen Mittel draufstehen, daß sie problemlos bei Wirbellosen anzuwenden sind und kein Kupfer enthalten. Wenn etwas schiefgeht, war's ein Übersetzungsfehler.

Konsequenz für mich: Keine eSHA-Produkte mehr. Beinahe hätte ich die eSHa-Teststäbchen gekauft.

Gruß,
Renate



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jürgen
27.04.2001, 15:14
hallo renate

es ist immer verdächtig wenn ein mittel gegen alles wirken soll oder ein biologisches präparat genau eine tierart abtöten soll und alle anderen bleiben unbehelligt. das ist sowieso unlogisch und ich würde keinesfalls solche produkte einsetzen.

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gruß

jürgen

Jürgens Aquaristik- und Wirbellosenseite (http://mitglied.tripod.de/juergenboehm)

renate
27.04.2001, 16:50
Hallo Jürgen,

volle Zustimmung, aber darum ging es hier ja nicht, da das Unglück nun einmal passiert ist. Mein Dealer hat sich fürchterlich gewunden bei der Auskunft, den Unsinn der Anwendung immer wieder betont und viele Konjunktive benutzt.

Trotzdem fand ich seine Auskünfte interessant genug, um sie hier zu posten.

Gruß,
Renate

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Starbuck
27.04.2001, 16:56
Hallo Renate und Jürgen,

ich hab daraus gelernt und werde deshalb keine chem. Mittel mehr einsetzen. Auch keine Medikamente zur Krankheitsbekämpfung bei Fischen. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob z.B. Malachitgrün gegen Weißpünktchen-Krankheit auch unter chem. Mitteln einzuordnen ist. Dann hab ich nämlich ein Problem mit Neons die Anzeichen für Ichtyo haben. Einen Tag nachdem sich meine Schwester die 10 Neons gekauft hatte haben sich bei selbigen die Pünktchen entwickelt. Und Jürgen schrieb mal das man die Krankheit sehr sicher mit Malachitgrün wegbekommt....

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Gruß Starbuck

[Diese Nachricht wurde von Starbuck am 27-04-2001 editiert.]

Fritz at SOL
27.04.2001, 17:27
Hi Starbuck,

alles Leben ist Chemie, darum wird es Dir und auch keinem Anderen gelingen ein Aquarium mit Fischen und Pflanzen ohne Chemie zu betreiben.
Ich rate aber jedem bei sogenannten Wundermittels wie Jürgen schon schrieb sehr vorsichtig zu sein bzw. von hause aus zu verzichten.
Malachitgrün ist ein bewährtes Mittel gegen Ichtyo so wie Methylenblau als Vorbeugung gegen Laichverpilzung schon seit Jarhzehnten angewandt wird und Alaun oder Kaliumpermanganat als Desinfektionsmittel die rückstandslos abgebaut werden.


Gruß

Fritz

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Starbuck
27.04.2001, 18:26
Hallo Fritz,

mit chem. Mitteln meinte ich eigentlich chem. Stoffe die rein im Labor hergestellt werden und dieser Form eigentlich nicht in der normalen Natur vorkommen. Also kann ich Deiner Meinung nach Malachitgrün ohne Bedenken einsetzen, da es sich auf natürliche Weise wieder abbaut und keinen Schaden im Aquarium anrichtet.

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Gruß Starbuck

renate
27.04.2001, 19:41
Original erstellt von Starbuck:
mit chem. Mitteln meinte ich eigentlich chem. Stoffe die rein im Labor hergestellt werden und dieser Form eigentlich nicht in der normalen Natur vorkommen.

Hallo Starbuck,

es gibt genug sinnvolle Anwendungen für Laborgebräu. Informiere Dich sorgfältig, dann passiert auch nichts.

Die genannten Mittel sind wirklich bei richtiger Dosierung eine gute Wahl. Nur darfst Du keinen Wasseraufbereiter im Wasser haben, wenn Du sie anwendest. Aber das hast Du sicher nicht.

Bei mir haben sie nicht gewirkt, warum weiß ich nicht, ist schon länger her - möglicherweise war der Aufbereiter schuld. Ich verwende Salz bei Ichtyo - aber das soll Dich bitte nicht von der Anwendung von erprobten Chemikalien abhalten!

Gruß,
Renate

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jürgen
27.04.2001, 22:37
hallo starbuck

anfangsstadien von ichthyo kann man durchaus noch mit der temperatur/salz methode, evtl auch noch unterstützend uv, in den griff bekommen. aber wenn die krankheit richtig ausbricht bleibt dir keine andere wahl als zu behandeln, aber dann richtig und zb mit malachitgrün.

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gruß

jürgen

Jürgens Aquaristik- und Wirbellosenseite (http://mitglied.tripod.de/juergenboehm)

Starbuck
28.04.2001, 00:11
Hallo Jürgen,

also ich denke schon des erst das Anfangsstadium ist und bisher sind nur die blauen Neons betroffen. Also die Temperatur im betreffenden Aquarium erhöhen. Sind 30 Grad als Endtemperatur in Ordnung oder sollte sie höher liegen? Aber ich glaube das wäre für corydoras pygmaeus nicht so gut. Das Salz muß ich dann wohl in einem seperaten Behältnis anwenden und die Fische darin ca. 20 baden oder? Man muß Meersalz und kein Speisasalz verwenden soweit ich weiß. Unter unterstützend UV ist bestimmt ein UV-Filter gemeint nehme ich an, allerdings besitze ich noch keinen ich könnte höchstens versuchen in mir irgendwo zu leihen. Was man darunter versteht, wenn man während der Behandlung z.B. mit Costapur (ich glaube da ist Malachitgrün drin) kein UV-Licht einsetzen soll? Auch wird soweit ich das noch weiß empfohlen das Becken abzudunkeln ist das in Ordnung? Darf dann kein Leuchtröhren anschalten für die Dauer der Behandlung, ich glaube bei Costapus wären es 2 Tage. Und sollte ich auch wenn ich kein Costapus oder sonstiges Malachitgrün einsetze sondern einfach nur die Temperatur erhöhe und Bäder durchführe ebenfalls das Becken "abdunkeln"?

An die Moderatoren: Entschuldigung, ich glaube das paßt nicht mehr ganz zum eigentlichen Thema, aber wenn ich schon mal dabei bin.....

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Gruß Starbuck

Fritz at SOL
28.04.2001, 01:46
Hi Starbuck,

bin zwar kein Moderator aber ich denke mal das währe echt einen eigenen Thread im Allgemeinen Forum wert.

Ist sicher für viele interessant und Du wirst auch viele Infos erhalten.

Wie hoch ist denn die Temperatur in Deinem Becken? Eine Erhöhung um 2-3° sollte genügen um die Immunabwehr Deiner Fische zu unterstützen.

Noch eine kleine Gutenachtgeschichte aus meinem Aquarianerleben:

Mit einem Purpurprachtbarschmännchen schleppte ich mir mal Ichtyo ein. Einige meiner damals gehaltenen Roten Neons erkrankten, natürlich am Samstag wo bei uns damals alle Geschäfte nachmittags geschlossen hatten und ich nichts zur Behandlung im Hause hatte. Da der Befall nicht sehr stark war machte ich erstmal nichts und hoffte das die Fische bis Montag durchhielten. Am Sonntag waren alle 12 Neons befallen, aber noch agil und fraßen auch gut. Am Abend schien der Befall etwas rückläufig zu sein.
Am Montag als ich morgens ins Becken schaute hatten nur noch 3 Rote Neons wenige Punkte die sich auch bis am Abend hielten, da alle anderen Neons keine Symptome mehr zeigten sah ich von einer Behandlung erstmal ab.
Am Dienstag waren alle Neons von selbst wieder gesundet und keine Pünktchen mehr zu sehen. Und das blieb auch viele Jahre so.

Dies soll nicht heißen das Ichtyo nicht behandelt zu werden braucht, aber wenn die Fische optimal gehalten werden und in guter Kondition sind ist das die beste Vorbeugung gegen Krankheiten. Also wenn sowas Passiert nicht in Panik geraten und besonnen agieren.


Gruß

Fritz

PS: Wie hoch ist denn die Temperatur in Deinem Becken? Eine Erhöhung um 2-3° sollte genügen um die Immunabwehr Deiner Fische zu unterstützen. Würde aber bei Deinem Besatz nicht über 27° gehen, darüber wirds stressig für die Fische und damit Contraproduktiv.
Keine Angst, im Sommer halten die auch mal für ein paar Tage 30° aus aber nur wenn sie gesund sind!


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renate
28.04.2001, 05:35
Original erstellt von Starbuck:
Also die Temperatur im betreffenden Aquarium erhöhen. Sind 30 Grad als Endtemperatur in Ordnung oder sollte sie höher liegen? ... Das Salz muß ich dann wohl in einem seperaten Behältnis anwenden und die Fische darin ca. 20 baden oder?


Hallo Starbuck,

Du mußt Salz nicht separat anwenden, aber Du mußt belüften und beobachten.

Meine Erfahrungswerte mit Salz habe ich auf meiner HP veröffentlicht (http://www.rhusmann.de/aqua/salz.htm). Du mußt nicht diese nehen, aber solltest es nciht ohne genaue Anleitung und Dosierung machen.

Hat bei mir auch in schweren Fällen geholfen, aber "blaues Wasser" ist einfacher zu handhaben. Nur solltest Du, egal was auf der Packung steht, in jedem Fall die Temperatur erhöhen, belüften und vorher und nachher Wasser wechseln.

Gruß,
Renate


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jürgen
28.04.2001, 07:03
hallo starbuck,

in deinem fall würde ich wie auch renate ein dauerbad vorschlagen, ca 2 gr salz pro liter.


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gruß

jürgen

Jürgens Aquaristik- und Wirbellosenseite (http://mitglied.tripod.de/juergenboehm)

Starbuck
28.04.2001, 10:11
Hallo Fritz,

die momentane Temperatur liegt bei 25 Grad steigt aber im Lauf des Tages durch Beleuchtung auf 26 Grad. Sollte ich die Temperatur trotzdem erhöhen?

Hallo Renate,

danke für die Info über Salzbehandlung.

Hallo Jürgen,

mit Dauerbad meinst Du wohl eine Salzgabe im eigentlichen Aquarium oder? Die Beleuchtung brauch ich wohl nicht abzustellen?

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Gruß Starbuck

Fritz at SOL
28.04.2001, 13:07
Hi Starbuck,

ich würde die Temperatur auf 27-28° erhöhen und das Salz nach der Anleitung von Renate bzw. Jürgen ins Becken geben. Nach der Behandlung die Heizung auf 23° einstellen, das reicht vollkommen und das Salz durch großzügige Wasserwechsel wieder aus dem Aquarium entfernen.


Gruß

Fritz

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jürgen
28.04.2001, 16:40
hallo starbuck,

ja mit dauerbad ist die behandlung im becken gemeint. generell gilt die niedrigere konzentration als dauerbad, die höhere als kurzbad.
bei salzbehandlung brauchst du das licht nicht abzustellen, das gilt nur bei bestimmten farbstoffen wie zb malachitgrün, da diese unter licht schneller abgebaut werden.

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gruß

jürgen

Jürgens Aquaristik- und Wirbellosenseite (http://mitglied.tripod.de/juergenboehm)

Starbuck
28.04.2001, 18:30
Hallo Fritz und Jürgen,

vielen Dank für Eure Hilfe. Ich werd die Beleuchtung jetzt wieder anstellen und mit der Salzbehandlung beginnen. Sollte das Becken unterstützend noch zusätzlich durchlüftet werden oder lieber nicht?

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Gruß Starbuck

Fritz at SOL
28.04.2001, 19:27
Hi Starbuck,

hängt von Deinen Fischen ab, wenn sie schneller athmen oder gar an der Oberfläche hängen, dann ja sonst nicht.


Gruß

Fritz

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jürgen
28.04.2001, 21:38
hallo,

wenn du die temperatur hochnimmst ists für diese zeit gut wenn du durchlüftest.

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gruß

jürgen

Jürgens Aquaristik- und Wirbellosenseite (http://mitglied.tripod.de/juergenboehm)

Starbuck
28.04.2001, 22:16
Hallo Fritz und Jürgen,

bis jetzt atmen sie ganz normal, aber sobald ich eine Veränderung merke wird die Beleuchtung abgestellt. Dann werd ich während der Behandlung die Sauerstoffzufuhr des EHEIM-Innenfilters anstellen. Besteht eigentlich auch während einer so kurzen Phase der Temperaturerhöhung auf über 25 bzw. 26 Grad, also während Behandlungsdauer, die Gefahr das sich für die Fische weniger gefährliche Stoffe wie Nitrit und Ammonium in wesentlich gefährlicher Stoffe Nitrat und Ammoniak umwandeln bzw. dies durch die Hohe Temperatur forsiert wird?

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Gruß Starbuck

jürgen
29.04.2001, 13:34
hallo starbuck,

ich glaube da wirfst du was durcheinander.
ganz kurz: fische scheiden (als abbauprodukt von proteinen) ammoniak (nh3) aus. über die kiemen im austausch gegen natrium. im saurem wasser wird dieses sehr giftige nh3 sofort in das wesentlich weniger giftige nh4+ (ammonium) umgewandelt. ab hier bauen bakterien das ab was nicht direkt von pflanzen aufgenommen wird. und zwar zuerst zu nitrit, das ist schon ca 100 x weniger giftig als nh3, dann zu nitrat, das wiederum ist ca 10 x weniger giftig als nitrit.
bei höheren temperaturen ist nicht nur der stoffwechsel der fische beschleunigt sondern auch der der bakterien.

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gruß

jürgen

Jürgens Aquaristik- und Wirbellosenseite (http://mitglied.tripod.de/juergenboehm)

Starbuck
29.04.2001, 15:56
Hallo Jürgen,

stimmt da hab ich doch was ein bischen durcheinander gebracht. Danke für Deine Erläuterungen über den Bakterienhaushalt eines Aquariums. Kann es sein das eine Behandlung mit Salz u. erhöhter Temperatur sowie guter Durchlüftung schon innerhalb von 24 Stunden anschlägt? Heute morgen hatten nur noch 2 Neon (von 10) vereinzelt weiße Pünktchen und um 15 Uhr hatte gar kein Neon mehr weiße Punkte. Wäre ja wirklich super wenn es schon in so kurzer Zeit angeschlagen hätte. Sollte ich jetzt schon WW durchführen oder lieber die Behandlung noch 24 Stunden fortsetzen? Ist eigentlich eine Nachbehandlung notwendig, z.B. die Prozedur in 14 Tagen zu wiederholen? Oder ist die Behandlung damit abgeschlossen? Ich bin Euch wirklich sehr dankbar für Eure nette Hilfe und meine Schwester freud sich mächtig darüber das Ihre Fischis wieder gesund sind.

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Gruß Starbuck

jürgen
29.04.2001, 19:27
hallo starbuck,

schön daß es bisher geholfen hat. aber du mußt weiter behandeln. wenn die pünktchen weg sind mindestens noch 72 std.

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gruß

jürgen

Jürgens Aquaristik- und Wirbellosenseite (http://mitglied.tripod.de/juergenboehm)

Starbuck
29.04.2001, 23:49
Hallo Jürgen,

danke für die Infohttp://212.227.73.93/fische/smilies/top.gif. Ich führe die Behandlung noch weitere 72 Stunden durch und freue mich das es so dolle funktioniert hat....http://212.227.73.93/fische/smilies/bounce.gif

Und ich glaube die Neons freuen sich noch mehr.....http://212.227.73.93/fische/smilies/bounceyellow.gif

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Gruß Starbuck

Lars
30.04.2001, 00:38
Hallo,
als erstes wünsche ich niemandem irgendeine Krankheit ins Becken zu bekommen.
Ich hab mal gehört, bzw. gelesen, daß der hohe Salzgehalt die Schleimhaut der Fische total zerstört, deshalb würde ich solch eine Krankheit niemals über solange Zeit in dem betroffenen Becken durchführen, sondern die betroffenen Tiere in einem Quarantänebecken dieser Salzlösung aussetzen.
Das einsetzen von Salz-Zusätzen solte in allen Becken vermieden werden.

Ich werde niemals SALZ in meinen Süßwasserbecken einsetzen.

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Bis denne, Lars
http://members.tripod.de/Kummerfeld/index.htm

[Diese Nachricht wurde von Lars am 01-05-2001 editiert.]

jürgen
30.04.2001, 22:23
hallo lars,

sag niemals nie. es gibt natürlich keine behandlung ohne nebenwirkung. aber die salzmethode ist noch eine sehr schonende für den fisch, lies mal auf meiner hp unter krankheiten. und wenn ich ein neon wäre, ich glaube ich würde eine salzbehandlung einer ichthyoinfektion vorziehen.

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gruß

jürgen

Jürgens Aquaristik- und Wirbellosenseite (http://mitglied.tripod.de/juergenboehm)

Lars
02.05.2001, 19:21
Hallo Jürgen,
ich habe mir den Text auf Deiner HP durchgelesen, (lasse mich gerne eines Besseren belehren) und bin aber immernoch der Meinung, daß man solch eine Behandlung besser in einem Quarantänebecken durchführen sollte.


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Bis denne, Lars http://members.tripod.de/Kummerfeld/index.htm

[Diese Nachricht wurde von Lars am 02-05-2001 editiert.]

Werner
03.05.2001, 07:33
Hallo Lars,

Original erstellt von Lars:
Hallo Jürgen,
ich habe mir den Text auf Deiner HP durchgelesen, (lasse mich gerne eines Besseren belehren) und bin aber immernoch der Meinung, daß man solch eine Behandlung besser in einem Quarantänebecken durchführen sollte.



wenn man das Salz so wie auf Jürgens HP beschrieben anwendet ist auch die Anwendung im bepflanzten Becken problemlos. Bei Ichtio macht die Anwendung im Quarantänebecken eigentlich nur dann Sinn, wenn der gesamte Fischbestand ins Quarantänebecken überführt wird und dort auch über einen längeren Zeitraum verbleibt. Nähere Infos zu Ichthyophthirius multifiliis findest du übrigens auf der HP von Tobias Möser unter http://www.tobias-moeser.de
echt interesannt.
Gruß Werner



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