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Vollständige Version anzeigen : Mbuna oder Non-Mbuna, das ist hier die Frage...


doktor73
08.09.2007, 21:26
Hallo!

Hmmm, ich plane ein Malawi-Aquarium mit ca. 600 l Inhalt.
Nun kann ich mich aber gar nicht zwíschen einem Mbuna und einem Non-Mbuna-Becken entscheiden!

Zudem muss ich noch meine Frau vom Malawi-Aquarium überzeugen - sie mag "Unterwassergärten" eigentlich viel lieber als Steinaufbauten, aber ich möchte mich nur noch um wenige Pflanzen kümmern müssen...

Mich würde interessieren:
Pflegt Ihr Mbunas oder Non-Mbunas in Eurem Malawi-Aquarium?
Und vor allen Dingen: WARUM? Warum habt Ihr Euch jeweils so und nicht anders entschieden?

Ich weiß einfach nicht, welchen "Cichliden-Typ" ich wählen soll, denn aus beiden Gruppen gefallen mir einige Tiere sehr gut... Ich mag sowohl bunt gefärbte als auch größere Fische...

Welcher Besatz würde Eurer Meinung denn "eindrucksvoller" wirken?
Wie gesagt: Der Anblick muss meine Frau noch überzeugen...

Michael

Dimidiochromis
09.09.2007, 16:16
Hallo,
da hast du wirklich die Qual der Wahl ;)
da kann dir eigentlich keiner helfen, da jeder einen anderen Geschmack hat. Ich habe die Lebhaftigkeit der Mbuna für mich entdeckt, auch wenn ich gestehen muss, das in meinem Becken nach wie vor auch Non-mbunas schwimmen. Bei Non-mbunas ist die Besetzung bestimmt etwas schwieriger als mit den Mbunas, bei denen du eigentlich hauptsächlich genügend Reviere und viele Steine bieten musst.

Non Mbunas musst dir gerade in Bezug auf Ernährung oder erreichbare Körpergröße genauer ansehen. Außerdem spezialisierten sich viele von ihnen auf bestimmte Lebesräume. Als Beispiel die Aulonocara als Substratgebundene Höhlenfische oder der totale Gegensatz wie z.B. Nimbochromis als freischwimmende Räuber. Ensprechend musst du die Einrichtung gestalten.

doktor73
09.09.2007, 17:12
Ich habe die Lebhaftigkeit der Mbuna für mich entdeckt, auch wenn ich gestehen muss, das in meinem Becken nach wie vor auch Non-mbunas schwimmen.

Hallo!

Ja, die bunten Mbunas gefallen mir ja auch gut... Meinst Du, falls ich das Becken (1,60x60x60) als Mbuna-Aquarium betreibe, könnte ich trotzdem ohne größere Probleme "wenigstens" Sciaenochromis fryeri pflegen? Käme diese Art mit Mbunas zurecht? Und wie würde es grundsätzlich mit Cyrtocara moori aussehen in Bezug auf Vergesellschaftung mit Mbunas? In einem Artikel in der "Aquaristik - Aktuelle Süßwasserpraxis" stand zum Delphinbuntbarsch mal vor einigen Jahren, dass er sich mit beiden Malawi-Gruppen gut vergesellschaften lässt...

Gruß,
Michael

Malawimartin
09.09.2007, 18:59
Hallo Michael!

Für den Cy. moori ist dein Aq definitiv zu klein. Auch ist die Vergesellschaftung mit Mbunas nicht wirklich sinnvoll, da diese viel zu agil gegenüber den mooris sind.

Den Sc. fryerie kannst du dagegen jedoch problemlos mit Mbunas vergesellschaften.

doktor73
10.09.2007, 10:14
Hallo!

Vielen Dank für Eure Tipps, sie haben mir sehr geholfen!

Hmm, so, wie es aussieht, werde mich wohl für ein Mbuna-Becken mit Sciaenochromis fryeri als einzigen "Ausrutscher" entscheiden...

Eine allgemeine Frage nochmal von mir als Malawi-Anfänger:
Schwimmen Mbunas denn eigentlich auch gelegentlich durch das Becken bzw. vorne an der Frontscheibe entlang (z. B. kurz vor der Fütterung), oder "kleben" sie förmlich an ihrer Felshöhle und nehmen den Aquarianer vor dem Becken gar nicht wahr?

Gruß, Michael

Malawimartin
10.09.2007, 11:22
Hallo Michael!

Auch deine Mbunas werden im ganzen Aq herum schwimmen. Die Höhlen dienen lediglich als Rückzugsmöglichkeit für unterdrückte Tiere oder aber auch für Weibchen, wenn sie Junge im Maul haben.

doktor73
10.09.2007, 13:15
Den Sc. fryerie kannst du dagegen jedoch problemlos mit Mbunas vergesellschaften.

Hallo!

Hmm, ich habe mittlerweile viel über die einzelnen Mbuna- und Non-Mbuna Arten gelesen.
Dabei habe ich gelernt, dass man (zumindest als Anfänger) Mbuna und Non-Mbuna nicht im gleichen Aquarium halten sollte.
Allerdings müsste doch Sciaenochromis fryeri als "friedlicher Jungfischfresser" (als Ausnahme!) gemeinsam mit Mbunas gut zu pflegen sein - und sich dabei z. B. über den (offenbar oft reichlich vorhandenen) Mbuna-Nachwuchs freuen...

Leider "traue" ich mich aber nun kaum noch, S. fryeri für mein Mbuna-Becken einzuplanen, denn in einem anderen Forum (http://www.cichlidenwelt.de/wbb/thread.php?postid=63400#post63400) ernte ich für diese Überlegung "absolutes Unverständnis" (vorsichtig formuliert)...

Hmm... Natürlich weiß ich, dass die Mbunas als Aufwuchsfresser andere Nahrungsansprüche haben, aber ich würde mir schon zutrauen, den 2-3 S. fryeri (soll ja sogar für Paarhaltung geeignet sein?!) gezielte "fleischliche Kost" zu reichen!
Oder würde er evtl. mit dem Temperament der Mbunas nicht zurecht kommen und deswegen kümmern?

Würde mich freuen, wenn sich jemand meldet, der mit der Kombination "Mbunas plus S. fryeri" Erfahrungen gemacht hat!

Michael

Dimidiochromis
10.09.2007, 14:15
Hallo,

Hallo!

Hmm, ich habe mittlerweile viel über die einzelnen Mbuna- und Non-Mbuna Arten gelesen.
Dabei habe ich gelernt, dass man (zumindest als Anfänger) Mbuna und Non-Mbuna nicht im gleichen Aquarium halten sollte.


Als ich mit der Aquaristik begonnen habe, hab ich beide mit Erfolg Vergesellschaftet. Details wie z.B. die Kompromisse bei Fütterung und Einrichtung stören erst viel später. Aber die Vergesellschaftung funktioniert!

doktor73
10.09.2007, 17:45
Hallo!

Als "Anfänger" verstehe ich auch irgendwie nicht so richtig, warum man "klassische Mbunas" (Cynotilapia, Pseudotropheus usw.), also felsbewohnende Aufwuchsfresser, nicht gut mit einem "untypischen" Non-Mbuna wie Protomelas taeniolatus vergesellschaften können sollte - schließlich handelt es sich bei P. taeniolatus ja ebenfalls um einen Felsbewohner und (partiellen) Aufwuchssfresser!
Hat hier jemand evtl. mit DIESER Kombination Erfahrung?

Gruß,
Michael

TomT
11.09.2007, 07:19
Hallo,

ich würde die Sciaenochromis nicht zu den Mbunas setzen. Hatte ich in der Vergangenheit auch gemacht, aber Nahrungsansprüche hin oder her, die S. sind sehr ruhige Zeitgenossen, die von den quirligen Mbunas doch irgendwo gestört werden. Nachzuchten von S. hatte ich erst als sie nicht mehr mit den Mbunas zusammen waren.

Dimidiochromis
11.09.2007, 15:36
Hallo Michael,

die Frage ist leicht beantwortet: Gerade weil beide Aufwuchsfressende Felsbewohner sind, gehen sie sich gegenseitig auf den Keks. Sie beanspruchen die selben Reviere. In dieser Zusammenstellung habe ich die Tiere NICHT gehalten, aber auch hier dürften die Protomelas von den Mbunas so stark verdrängt werden, dass sie die Felsregionen irgendwann meiden oder es zu streitereien kommt. Du könntest eher zu den Mbunas noch freischwimmende Utakas setzen, wenn dein Becken und dessen Außmaße das zulassen. Bei einem 600er ist das möglich, aber eben immernoch ein Kompromiss. Außerdem werden die meisten Utakas zu groß für ein solches Becken.