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Beckenlänge: ab 80 cm
PH-Wert: 6-8
Wasserhärte: 0-30° dGH
Temperatur: 15-30° C
Name: lal cheng
wissensch. Name: Channa sp. Assam
Familie: Channidae
Herkunft: Nordostindien, Bundesstaat Assam
Größe: bis 15 cm
Ernährung: Insekten, Insektenlarven, Garnelen, Fische
Die lal cheng sind eine wissenschaftlich noch nicht bearbeitete Art der Gattung Schlangenkopffische, deshalb die Bezeichnug mit sp. Der Name lal cheng ist die Bezeichnung der Einheimischen am Fundort, und bedeutet roter gachua. Allerdings ist die Art nicht näher mit Channa gachua verwandt. Im Handel trifft man die lal cheng häufig als "blue bleheri" oder "asian blue" oder "bleheri Assam" an. Diese Bezeichnungen sind, wie es bei Händlerbezeichnungen oftmals ist, ausgemachter Quatsch.

Wie alle Channa benötigen die Tiere ein gut strukturiertes Becken mit vielen Versteckplätzen, dies zum Einen damit sie sich geschützt fühlen und sich oft zeigen, zum anderen als Fluchtmöglichkeit sollte es mal zum Ehekrach kommen. Dichte Bepflanzung auch mit Schwimmpflanzen, Wurzeln und Höhlen sind ein Muß. Die Beleuchtung eher etwas dunkler wählen, oder durch Schwimmpflanzen abschatten. Den Assam ist der Bodengrund nicht sonderlich wichtig, allerdings lassen sich im Sand leichter Gruben anlegen um die Larven zu deponieren. Ich halte meine Tiere auf Quarzsand.

Wie die meisten Channa sind die Assam Lauer/Stoßräuber die sehr gerne in einem Versteck auf Beute warten oder einfach die Umgebung beobachten.
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Sehr wichtig bei dieser Art (und auch bei dem wohl verwandten Channa bleherie) ist eine "Wintersimulation", d.h. die Temperatur im Becken muß über mehrere Wochen deutlich unter 20° C absinken. 15-17° C sind nicht nur als Brutstimulation wichtig, Tiere die dauerhaft warm gehalten werden neigen zu früher Vergreisung, Farbverlust und Geschwürbildung. Eine zusätzliche Brutstimulanz ist ein gewisses Maß an "Dreck" im Becken während des "Winters". Also ruhig mal ein paar Wochen auf den Wasserwechsel verzichten! In ihrem Biotop verbringen die sp. Assam den Winter in von Krebsen gegrabenen Höhlen.

Channa sp. Assam ist ein ovophiler Maulbrüter im männlichen Geschlecht, die Larven und Jungtiere werden vom Muttertier mit Nähreiern gefüttert. Nach einigen Scheinpaarungen, bei der die Fische sich umschlingen, folgt die richtige Paarung bei der die Gesachlechtsprodukte abgegeben werden. Die farblosen durchsichtigen Eier steigen zur Wasseroberfläche, wo sie vom Männchen eingesammelt werden. Nun verzichtet der Vater einige Tage komplett auf Nahrung, und lebt eher versteckt, während das Weibchen das Revier sichert. Spätestens jetzt wird jeder eventuelle Beifisch stark bedrängt oder gar getötet. Die geschlüpften Larven werden gerne in kleinen Gruben im Sand deponiert und bewacht.

Die Jungtiere können bis zu einer Größe von 3 bis 4 cm bei den Eltern verbleiben, bevor diese anfangen sie zu vertreiben. Mein Paar zeigte kein Interesse die Jungen zu fressen, sie wurden lediglich verjagt. Die Kleinen können zusätzlich zu Mutters Nähreiern noch mit Moina, Cyclops, Flockenfutter, und relativ bald auch mit Mückenlarven versorgt werden.
Fotos und Text: Andreas Brucklacher
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